Patrick Bleuer
nimmt mit seiner Border Collie Hündin Hayley an der Agility-WM teil
Auf der Vereinsreise herrschte beste Stimmung.
Bild: zvg
Hägendorf «Los Grillos» waren wieder unterwegs! Der bewährte Reiseleiter Pudi hatte erneut ein schönes, aber auch anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Woher nimmt er nur immer diese Ideen? Da die Männerriege im vergangenen Jahr ein paar Jungturner aufnehmen konnte, waren 19 Personen unterwegs, eine stattliche Anzahl!
Die Reise führte via Bern, Spiez und Kandersteg zuerst ins Wallis, an die Lötschbergsüdrampe für eine Wanderung entlang der Suonen, der alten und traditionellen Bewässerungskanäle, für die das Wallis bekannt ist. Gruppe B stieg inHohtenn aus dem Zug und nahm die Wanderung nach Ausserberg unter die Füsse. Gruppe A fuhr noch zwei Stationen weiter nach Eggerberg und wanderte von dort via Baltschiedertal zurück nach Ausserberg. Dort vereinten sich die beiden Gruppen also wieder. Zuerst führte der Weg der Gruppe A relativ steil und sonnenexponiert in die Höhe; der Schweiss floss bereits in Strömen! Zum Glück konnte in Richtung Baltschiedertal im Schatten und in bewaldetem Gelände gewandert werden, sodass die 35 Grad Celsius nicht gross zu spüren waren.
Die Wanderung war nichts für schwache Nerven! Teilweise war der Weg so exponiert, dass ein Fehltritt unweigerlich zu einem Absturz geführt hätte. Die Turner waren aber konzentriert und so konnten alle heiklen Stellen mehr oder weniger souverän gemeistert werden! Der grösste Teil der Wanderung führte wunderschön den Suonen entlang, welche früher durch mühsame Handarbeit in den Fels gehauen worden waren - es war sehr beeindruckend!
In Ausserberg angekommen, stand die Besichtigung der Suonen-Brauerei mit Degustation und Apéro auf dem Programm. Die Gruppe B liess auf sich warten und später stellte sich heraus, dass die Wanderung ein wenig anstrengender gewesen war als erwartet; auch oder gerade wegen der grossen Hitze. Es war eine richtige Adventure-Tour, welche einige ältere Kameraden an die Grenzen brachte! Ein kühles Bier vermochte dann aber rasch die Anspannung zu lösen und den Ärger runterzuspülen!
Am späteren Nachmittag bestieg die Gruppe wieder den Zug, der zurück nach Kandersteg führte. Von dort fuhren die Männerriegler mit Kleinbussen ins Gasterntal. Auch diese Fahrt war wieder abenteuerlich; führte der Weg doch dem Abgrund entlang oder zwischen Fensterscheibe und Feldwand waren nur 10 cm Platz! Schliesslich gelangten die Turner zum Endziel des ersten Tages, dem Berghotel Steinbock hinten im Tal, wo sogleich die Zimmer bezogen wurden. Einige genehmigten sich nun noch einen kühlen Schluck Bier, andere bevorzugten den nahen und saukalten Gebirgsbach für die Abkühlung! Um 19 Uhr gab es ein schmackhaftes Essen und man liess den Abend gemütlich ausklingen.
Am nächsten Tag gab es Programm A, B und C. Gruppe A nahm die 1200 Höhenmeter zum Lötschenpass in Angriff, während die Gruppen B und C weiter das Gasterntal erkundeten, gemütlich der Kander entlang wanderten und sich dann im Restaurant ein Dessert genehmigten. Gruppe A verpflegte sich nach dem strengen Aufstieg auf 2700 Meter in der Lötschenpasshütte und genoss die Aussicht auf Bietschhorn, Lötschenlücke und die Walliser 4000er. Nun folgte noch der Abstieg auf die Lauchernalp, von wo man einen guten Blick auf den eindrucksvollen Schuttkegel des gewaltigen Gletscherabbruchs vom Frühling hatte. Unglaublich, welche Geröllmenge sich da im Talgrund aufgetürmt hatte; die Bilder sind ja schweizweit bekannt. Auf der Rückreise gesellten sich die Teilgruppen in Kandersteg wieder zueinander und wussten sich gegenseitig viel zu berichten von diesem schönen Tag!
In Hägendorf angekommen, verabschiedeten sich die Ausflügler aber zufrieden und voller schöner Erlebnisse voneinander. Und auch die Vorfreude auf nächstes Jahr war schon spürbar! Danke, Pudi, für die sehr gute Planung und umsichtige Betreuung!⋌⋌
Dominik Vögeli
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